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Cortina d'Ampezzo
"Die Geschichte von Cortina d'Ampezzo" von Mario Ferruccio Belli
Einleitung und Biografie
1 Drei vorgeschichtliche Jäger- Altsteinzeit, Mittelsteinzeit, Jungsteinzeit
2 Die Zeit der Schrift
3 Die Römer bei der Civetta – Zuglio Carnico – Valle di Cadore, Aguntum, Sebatum, Feltre, Meran
4 Die Dunkelheit unter den Langobarden, Franken und Ottonen
5 Der Name auf dem Pergament. Lang lebe Botestagno
6 Die Herren von Camino, Kreuzzüge und Handel
7 Der gute Bertrando
8 Nach Venedig, nach Venedig!
9 Das Leben im Schatten des Löwen
10 Der Krieg an einem Sonntagnachmittag
11 Ampezzo – eine kleine Republik
12 Josef II. gegen die Autonomie
13 Die Franzosen und die Freiheit- der Untergang Venedigs, die Entstehung Lombardo-Venetiens
14 Das Jahr ´48 – und die modernen Reformen
15 Engländer, Deutsche, Amerikaner, Franzosen und das neue St. Moritz
16 Sarajevo und der Schlamm Galiziens
17 Neunundzwanzig Monate auf der Tofana.
18 Die ersten zehn Jahre in der faschistischen Uniform
19 Fröhlich dem Untergang entgegen
20 Die Winterolympiade von 1956

Der Erste Weltkrieg
Projekt Interreg II
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Geschichte
Die Geschichte von Passo Falzarego
Das Gebiet des Falzaregopasses war im Laufe der Jahrhunderte eine wichtige Verbindungsstraße zwischen den ladiner Tälern von Ampezzo, Livinallongo und Val Badia.

Historische Postkarten
Gallery
47 Historische Postkarten aus den Jahren 1920 - 1950 von Cortina und der Umgebung.
Schloß von Pieve di Cadore
Giovanni Fabiani 1973

7 - Der gute Bertrando
Wir gehen einen Schritt zurück, um die Patriarchen von Aquileia besser kennenzulernen, unter derer direkten Herrschaft unser Ort ein glückliches Jahrhundert verbracht hat. 1347, die Schwestern Camino beweinten ihr verlorenes Berglehen, Karl IV. war nach Böhmen zurückgekehrt und der Patriarch, den Dante "den guten Bertrando" nannte, nahm Besitz vom Cadore. Am 31. Mai empfing er im Schloß von Pieve die 50 Abgeordneten der zehn Zenturien, die gekommen waren, um ihm untertänigst den Ring zu küssen. Sie waren vorallem gekommen, um einige "kleine" Forderungen zu stellen, denen seine Heiligkeit freundlicherweise zustimmte.

Für die Zenturie von Cortina waren der Marigo Zanetto Costantini, die Beamten Giovanni und Zanetto von Campo, Bambanino und Giacomo, der Wirt von Acquabona zugegen. Der Gerichtsschreiber Odorico Soldano schrieb so diesen großen Augenblick nieder. "Wir Bertrando, aus Gottes Gnaden Patriarch des Heiligen Stuhls von Aquileia, in Anerkennung ihrer Treue und Ergebenheit, haben die uns unterbreiteten Bittgesuche empfangen und billigen sie in unserem Namen, im Namen unserer Nachfolger und der Kirche von Aquileia". Wir haben das in weniger erhabene Wörter zusammengefaßt. Der Patriarch würde einen Gouverneur senden, der im Grade wäre, die beiden Burgen zu verteidigen und einen Landvogt, um die Rechtssprechung zu verwalten. Kein Fremder hätte das Recht gehabt, Waren im Cadore zu transportieren, einem Sonderrecht, das schon immer den Cadorinern vorbehalten war und das sie abwechselnd ausübten, genannt "a rodolo". Alle Gepflogenheiten, Vorschriften und Gesetze, die sie in einem "corpus", Statuti genannt, kodifiziert hatten, wurden bestätigt, genauso wie alle zukünftigen Änderungen, die zur Anerkennung einer Prüfung unterbreitet werden mußten. Kein Cadoriner mußte seine Heimat verlassen um Soldat zu werden, außer um das Gebiet der Heiligen Kirche von Aquileia zu verteidigen. Schließlich wurde die Einheit des Gebiets Cadore und Caprile bestätigt mit allen Rechten auf Bergwerke, Besitztümer und Gerichtsbarkeit, von Ospitale nördlich von Cortina bis Termine auf der Straße nach Belluno. Dies waren fast revolutionäre Zugeständnisse, die die 50 Abgeordneten während der zehn Jahre nach der Herrschaft der Camino geplant hatten. Nun, dank des günstigen Moments, wurden diese Pläne in Rechte verwandelt. In den folgenden sechs Jahrhunderten waren diese die Grundlage ihrer prächtigen und beneidenswerten Unabhängigkeit.

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Von "Il Castello di Pieve di Cadore"
Giovanni Fabiani 1973








Die Kreuzigung von Ospitale, im Hintergrund der Umriss der Kapelle mit dem Aufriss; oben zwei Wappen.