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Im Gebiet von Oltrechiusa, einer homogenen Gegend, die das waldreiche, in Cortina beginnende Becken abgrenzt, hat sich das Dorf Vodo seinen alterümlichen Charakter fast total bewahren können. Dies sieht man gleich beim Rathaus am Eingang des Dorfes. Am Gebäude ist ein Datum angebracht, es entstand zur selben Zeit wie die Volksschule, die der Heiligen Lucia gewidmet ist. Santa Lucia ist die Schutzheilige des Dorfes, sie behütet auch den gleichnamigen großen Platz. Auf den Hängen verstreut liegen hübsche Heuhütten, die von dichten Wäldern beschützt und kleinen Straßen umsäumt werden. Hier findet die den Alltagssorgen entronnene Bevölkerung an Wochenenden Erholung und heitere Entspannung. Durch seine
verschiedenen Weiler hat Vodo viele Gesichter: es besteht aus dem Weiler
Vinigo, der stolz auf seine abgelegene Lage ist. Überraschend ist,
daß es dort auf einer fruchtbaren Hochebene Landwirtschaft mit vielen
Blumen und Früchten gibt. Dann gibt es noch das historische Pealo,
das durch seine antiken Häuser, die die sagenumwobene, einst hier
vorbeiführende Königsstraße flankieren, einen Hauch von
Adel erhielt. Heutzutage ist die Zukunft offen: in Vodo laufen verschiedene Wirtschaftszweige parallel: das Handwerk, ein gut entwickelter Tertiärsektor, der Fremdenverkehr. Dadurch wird die Wunde etwas geheilt, die durch die saisonale Auswanderung ins nördliche Europa entstanden war, wo die Herstellung von Speiseeis seit mehr als einem halben Jahrhundert Dutzenden von Familien zu Wohlstand verhilft. |
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