Die Geschichte von Cortina und dem Ampezzo-Tal

Es war einmal in Cortina d'Ampezzo

wie die Dolomiten geboren wurden

wie die Dolomiten geboren wurden

Die Dolomiten haben ihren Ursprung vor etwa 250 Millionen Jahren in einem prähistorischen Meer, innerhalb des tropischen Klimagürtels der Erde. Vor 70 Millionen Jahren durch die Wirkung der Tektonik und durch die wandernden Erdschollen vom Meeresboden emporgehoben, sind diese Berge heute eine geologische Schatztruhe und eine Augenweide für Naturliebhaber.

Die Dolomiten haben ihren Namen Déodat de Dolomieu zu verdanken, der in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts die besondere mineralogische Zusammensetzung dieser Felsen bestimmt hat.

Der Kalkstein verleiht den Dolomiten eine sehr helle Farbe, weshalb sie auch „Bleiche Berge“ genannt werden. Je nach Tageszeit erstrahlen ihre majestätischen Formen in unterschiedlichen Farben. Bei Sonnenaufgang, aber vor allem bei Sonnenuntergang, leuchten die Felswände mit steigender Intensität bis Glühend Rot und klingen dann stetig über Orange bis hin zu immer dunkler werdendem Violett ab. Diese betörende Abenddämmerung, das Markenzeichen der Dolomiten, heißt “Enrosadira” und ist an Sommerabenden besonders intensiv.

Wissenschaftliches Interesse und Schönheit in einer Felsformation vereint: Imposante, schroffe und oft zerklüftete Formen mit Zinnen, Felsnadeln, Türmen und, im Gegensatz dazu, die plötzlichen horizontalen Oberflächen der Felsbände, -vorsprünge und Hochebenen, Wälder, Wildbäche, Seen, Canyons und Wasserfälle.

Dieses fabelhafte Naturerbe wird von der UNESCO und vom Ampezzaner Naturschutzpark liebevoll geschützt und gewahrt.

von den frühesten Siedlungen auf den Tourismus

von den frühesten Siedlungen auf den Tourismus

Die Geschichte von Cortina d’Ampezzo kann bis in die ferne, sagenhafte Vorzeit zurückverfolgt werden. Es gibt Zeugnisse für die Besiedlung des Gebiets seitens der barbarischen Völker sowie der alten Römer.

Der Ort lebte damals von Landwirtschaft und entwickelte sich dank einer gezielten Wald- und Forstwirtschaft. Als Grenzgebiet wurde die Ampezzo-Region in den Herrschaftsbereich der venezianischen Republik und später, für vier Jahrhunderte, in das habsburgische Reich eingegliedert.

Der Ausbau der Verkehrsverbindungen brachte ab Mitte des 19. Jahrhunderts wohlhabende Reisende aus England, Deutschland, Frankreich und Russland nach Cortina d’Ampezzo. Nach und nach wurden Hotels und Sporteinrichtungen gebaut und das war der Auftakt für den Fremdenverkehr, der Cortina d‘Ampezzo in kurzer Zeit zur Königin der Dolomiten werden ließ.

Der 1. Weltkrieg ist das historische Ereignis, das dieses Gebiet am meisten beeinflusst hat. Viele Berghänge der Dolomiten rund um den Talboden zeigen noch die Wunden dieses Krieges.

Nach der Niederlage der Habsburgermonarchie wurde die Region 1918 dem Königreich Italien zugewiesen. Neue Verkehrsverbindungen und vor allem der Sport eröffneten nach und nach die sogenannten Bleichen Berge dem Rest der Welt.

Der Erste Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg

In den Bergen von Cortina d'Ampezzo wurde eine wichtige Seite der Geschichte des Ersten Weltkriegs geschrieben.

Dieses historische Ereignis hat das Ampezzaner Gebiet, das bei Kriegsausbruch noch unter habsburgischer Herrschaft war, zutiefst erschüttert.

Neben den zum Gedenken an die gefallenen Soldaten errichteten Denkmälern, wie das Ossarium im Ortsteil Pocol, sind Stellungen, Stollen, Laufgräben, Festungen und Militärstraßen stumme Zeugen des Kriegsgeschehens an der Front zwischen Österreich und Italien. Viele Kriegsstätten wurden sorgfältig restauriert und in ein beeindruckendes Zeugnis der Tragödie des Dolomitenkriegs verwandelt.

Das Ergebnis dieser gigantischen Kriegsarchäologie und eingehender Instandsetzungsarbeiten - an denen auch die Heere der Staaten teilgenommen haben, die sich hier zwischen 1915 und 1918 bekämpften - ist das größte Freilichtmuseum des 1. Weltkriegs.

Zu Fuß oder mit Bergbahnen, nur wenige Schritte von Berghütten, Kletterwänden und Skipisten entfernt, kann man nun zu jeder Jahreszeit die Kriegsstollen des Lagazuoi, die Laufgräben und die Kriegsstellungen der 5 Torri und das Freilichtmuseum auf dem Sasso di Stria erkunden und die restaurierte Festung Forte Tre Sassi in Valparola, aus der ein Museum des Dolomitenkriegs geworden ist, besichtigen.

Von den Olympischen Spielen bis in die Gegenwart

Von den Olympischen Spielen bis in die Gegenwart

Nach der Niederlage der Habsburgermonarchie wurde die Region 1918 dem Königreich Italien zugewiesen. Neue Verkehrsverbindungen und vor allem der Sport eröffneten nach und nach die sogenannten Bleichen Berge dem Rest der Welt.

Seit Cortina d’Ampezzo 1956 die zum ersten Mal Live im italienischen Fernsehen übertragenen Olympischen Winterspiele beherbergt hat, wurde dieser Ort von Sportbegeisterten und Bergliebhabern aus ganz Italien definitiv zum beliebtesten und exklusivsten Urlaubsziel in den Bergen erkoren.

Seitdem unterhält die Königin der Dolomiten eine privilegierte Beziehung mit der Welt des Sports, wie die vielen internationalen Großveranstaltungen bezeugen, die in Cortina d’Ampezzo ausgetragen werden: über 25 Ski-Alpin Weltcup-Rennen der Damen, Snowboard- und Freeride World Cup Rennen, internationale Langlaufevents sowie unzählige Sportveranstaltungen und Outdoor-Wettbewerbe.

Cortina d’Ampezzo hat heute ungefähr 6.000 Einwohner und bietet in der Hochsaison bis zu 50.000 Touristen Unterkunft.

Die Königin der Dolomiten hat ihre Traditionen und ihr großes Kulturerbe über die Jahrhunderte hinweg gewahrt: Die Stadtentwicklung und der Wohnungsbau werden in Cortina d’Ampezzo seit jeher mit großer Sorgfalt und strengen Weisungen geregelt; die Frauen tragen ihre traditionellen, farbenprächtigen Trachtenkleider; die Ampezzaner sprechen die ladinische Sprache mit dem hiesigen lieblichen Tonfall.

Ein Ausflug in die Vergangenheit auf den Spuren der Olympischen Fackel.

Eine ganz besondere Reise, die jeder Besucher der Stadt zwischen den Symbolbauten der Olympischen Winterspiele 1956 unternehmen kann. Das Eisstadion stellt als die bedeutendste Wintersportanlage eine Pflichtetappe dar. Dort wird die Schale aufbewahrt, in der das Olympische Feuer brannte. Die Besucher können im Sommer wie im Winter Schlittschuhlaufen und auch bei qualifizierten Lehrern Unterricht nehmen.

Die nächsten Etappen sind die nach Eugenio Monti benannte Bobbahn und schließlich die Skisprungschanze „Trampolino Italia“. Die ganz Sportlichen können ihre Fähigkeiten bei einer Abfahrt auf der legendären Olympia-Piste der Tofane auf die Probe stellen, auf der noch heute die Ski-Weltcuprennen der Damen ausgetragen werden.