Lebendige Traditionen


Die Traditionen des Ampezzo-Gebiets haben ihren Ursprung in einem einfachen und essentiellen Lebensstil: der Alltag in einem atemberaubend schönen Hochgebirgstal mit harten Lebensbedingungen, den gegenseitige Unterstützung und ein starkes Zugehörigkeitsgefühl gefördert hat.                                                         

Die Ampezzaner Bräuche und Gepflogenheiten sind infolge der zahlreichen historischen Gemeinsamkeiten denen der anderen Dolomitenladiner sehr ähnlich. Für jedes Ereignis im Leben - Geburt, Hochzeit, Krankheit, Tod und andere kleine und große Widrigkeiten – sind Bräuche überliefert worden.

Stolz tragen die Mitglieder der Musikkapelle von Cortina d’Ampezzo noch heute die traditionelle Kleidung Vestì a r’Anpezana. Beim großen Fest der Musikkapellen Ra Festa de ra Bandes, das jedes Jahr am letzten Sonntag im August stattfindet, kann man nicht nur die traditionelle Musik genießen sondern auch die Trachten der benachbarten Täler bewundern. Bezeichnend für die Ampezzaner Tracht sind der elegante Schnitt, die Farbenvielfalt sowie die edlen filigranen Schmuckstücke, mit denen die Frauen ihr aufgestecktes Haar zieren.


Nikolaustag und die Krampusse

Zu den Events zum Auftakt der Wintersaison gehört auch der Nikolaustag: Am 5. Dezember erscheint auf dem Platz Angelo Dibona der Heilige Nikolaus in Begleitung seiner Engel und händigt jedem anwesenden artigen Kind ein kleines Geschenk aus, während furchterregende Krampusse mit klirrenden Ketten die unartigen Kinder ermahnen.

DIE LADINISCHE SPRACHE IN DEM AMPEZZO TAL


Die lokale Bevölkerung hat eine eigene Muttersprache, die dem Dolomitenladinischen zugeordnet wird und natürlich einen historischen Ursprung hat.

 

In der Antike sprachen die Völker der Dolomitentäler, vor allem in den Zentralen Ostalpen, verschiedene Sprachen, die sich aber mehr oder weniger ähnlich waren und von der Sprache der Kelten und Räter abstammten. Während der Expansion des Römischen Kaiserreichs erlernten diese Völker Latein (bzw. das Vulgärlatein) von den römischen Legionären und Prätorianern. Die ursprüngliche Sprache ging jedoch nicht ganz verloren: Jedes Volk hat Begriffe aus dem alten Wortschatz und Besonderheiten der Phonetik und Syntax bis auf den heutigen Tag beibehalten und deshalb ist das Ladinische für Sprachhistoriker hochinteressant. Mit dem Gesetz 482/1999 wurde Ladinisch als Minderheitensprache in Italien offiziell anerkannt.

 

Die Ampezzanisch-ladinische Sprache hat sich im Laufe der Jahrhunderte zwar verändert, hat jedoch ihre spezifischen Eigenheiten gewahrt. Es gibt keine antiken Sprachdokumente in Ampezzanisch-ladinischen Sprache aber in alten Testamenten und Prozessakten findet man jedoch Begriffe und Ausdrucksweisen, die noch heute im täglichen Sprachgebrauch verwendet werden.

 

1920 wird zum ersten Mal die Ladinische Fahne vorgetragen. Die Farben der Ladinischen Fahne sind die Farben der Natur der Region: Blau wie der Himmel, Weiß wie der Schnee und die Dolomitengipfel, Grün wie die Wiesen und Wälder.

 

Ladinerverband von Ampezzo (U.L.D'a)

Der Ladiner-Verband von Ampezzo ist eine kulturelle Vereinigung. Die grundlegenden Ziele des Statuts betreffen die Erhaltung, den Schutz und die Förderung des Bewusstseins der Ampezzaner Ladiner sowie deren Kulturgüter wie Sprache, Geschichte, Folklore, Sitten und Bräuche.

 

Der 1975 gegründete U.L.DA. ist Teil des Verbands der Dolomitenladiner Union Generela di Ladins dla Dolomites, der die Gemeinden der fünf Ladinischen Dolomitentäler vereint: Gadertal, Fassatal, Gröden, Buchenstein, Ampezzo. Deren gemeinsame Zielsetzung ist, eine Integration der verschiedenen Ladinischen Völker unter Beibehaltung ihrer einzigartigen Identität zu erzielen.

Rezepte nach Ampezzanischer Art, Typische Produkte und Traditionen

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