Dolomite Geschichte

Der Erste Weltkrieg in den Dolomiten

Der Erste Weltkrieg in den Dolomiten

Einhundert Jahre sind vergangen, seit sich in den Bergen um Cortina d'Ampezzo, Agordo und im Val di Zoldo tausende italienische und österreich-ungarische Soldaten im Ersten Weltkrieg gegenüberstanden.

Entlang der Wanderwege und Skipisten, nur wenige Schritte von den Hütten und Klettersteigen entfernt, können Sie im Herzen der Dolomiten die Tunnel am Lagazuoi, die freiliegenden Gräben und Stellungen bei den 5 Torri, am Col di Lana, in der Marmolada und der Tofana besichtigen. Diese Orte legen Zeugnis ab für die Barbareien und die Nutzlosigkeit eines Krieges, dessen Sinn sich nicht erfassen lässt.

Die zurückgebliebenen Spuren und Ruinen jedoch sprechen unser Gewissen mit der Stimme der Vernunft an. Weitere Zeugnisse für die Grausamkeit des Krieges und das Leiden der Soldaten finden Sie auf der Ferrata delle Trincee am Monte Padon, den Beinhäusern in Salesei bei Livinallongo am Passo Pordoi und in Pocol bei Cortina d’Ampezzo, im Museum Valparola mit dem Edelweiss-Dorf, sowie im Museum in der Marmolada auf 3.256 m Höhe oder auf dem Geschichtslehrpfad am Col di Lana. Einhundert Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs sind zahlreiche Aktivitäten an den ehemaligen Kampfstätten geplant.

Die Große Dolomitenstraße

Ein Großteil der 110 Kilometer der Großen Dolomitenstraße, die seit 1909 die Berge von Bozen bis Cortina d´Ampezzo durchquert, befindet sich im Gebiet in der Provinz Belluno. Eine legendäre und atemberaubende Route mit unvergesslichen Panoramen durch unnachahmlichen Berg - Umgebungen und Düfte. Mit der Zeit ist sie eine der berühmtesten italienischen Straßen geworden, auch als Bundestraße 48 der Dolomiten bekannt, ursprünglich mit militärischen Zwecke realisiert um später die beste touristische Tal Verbindung zu werden.

Die Route, ein Klassiker für Motorradfahrer und Radsport Begeisterte, ist zu jeder Jahreszeit empfehlenswert, weil jede Saison immer andere große Emotionen schenkt. Man überquert verschiedene Ortschaften und interessante Stellen wie der Pordoi Pass, die Ortschaft Arabba, Pieve di Livinallongo mit dem Museum für die Geschichte, Gebräuche und Trachten der Ladiner und weiter zum Falzarego Pass, wo sich in der Ortschaft Corte die Burg Andraz befindet und runter bis nach Cortina d'Ampezzo.

Die Burgruine Andraz zwischen Mythos und Legende

Die Burgruine Andraz zwischen Mythos und Legende

Die Burgruine Andraz ist eine militärische Stellung im Herzen der Dolomiten mit Ursprung im Mittelalter. Auf einer Felsspitze gelegen, finden Sie diesen Herrensitz bei Arabba, in der Nähe von Livinallongo del Col di Lana im Fodom-Tal, beim Pass Falzarego, der die Gegend um Cortina d'Ampezzo mit Alta Badia verbindet. Diese Gegend stellte einst die Grenze zwischen  dem Patriarchat von Aquileia (und somit der Region Venetien-Cadore) und Tirol dar. Die Burg ist heute ein Museum, das das kulturelle Erbe der Ladiner in den Dolomiten darstellt; besonderes Augenmerk wird dabei dem Abbau, dem Transport und der Verhüttung von Eisenerz und damit verbundenen Tätigkeiten gezollt, die einst dem Prinz-Bischof von Bressanone unterstanden, dem die Burg seit 1416 gehörte.

Das L'Andraz Museum, so der offizielle Name, bietet dem Besucher zahlreiche Iniziativen und Veranstaltungen an – das reicht von Tagen zum Kennenlernen der Natur über Demonstrationen der Falknerei bis zu Abenden, an denen Sie das blaue Himmelsgewölbe der Dolomiten bewundern können. Ausserdem gibt es Führungen durch die Burg und zu den nahe gelegenen antiken Eisenerzminen von Fursil. Wir möchten auch erwähnen, dass die Burg Andraz seit kurzem für Hochzeiten gebucht werden kann. Wer will, kann sich das schicksalhafte Ja-Wort in den Mauern der Burg geben, wo schon illustre Personen wie der Kardinal Cusano gewohnt haben. Siehe auch "Schloss Buchenstein - Das Symbol des Fodom-Tals"

Die Geschichte des Skilaufens in den Dolomiten

Die Geschichte des Skilaufens in den Dolomiten

Es war einmal ein Brett, das irgendwie an den Schuhen befestigt wurde, um besser durch den Schnee gleiten zu können – dieses geformte Brett war extrem wichtig für den Menschen: zur Fortbewegung und für das Überleben im Winter. Die ersten Hinweise auf Skier finden sich in Nordeuropa und werden auf 2.500 vor Christus datiert. Dieses ursprüngliche „Transportmittel“  hat sich im Laufe der Jahre entwickelt, dieses „Brett“  wurde zum Vorläufer der Skier, wie wir sie heute benutzen. Das Wort Ski geht auf die Wörter ‚saa‘ und ‚suk‘ im Altnorwegischen zurück, die ein Gerät oder auch ein Stück Holz bezeichnen. Es waren ebenfalls die Norweger, die als Erste das Skilaufen als Freizeitvergnügen betrieben.

In Italien traten die ersten Skiläufer erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Erscheinung, und im Jahr 1903 wurde in Cortina d’Ampezzo der erste Skiclub namens „Club Sportivo Ampezzo“ gegründet. Heute bildet das Skilaufen, sowohl Abfahrt als auch Langlauf, das wichtigste Angebot für  Touristen in den Dolomiten. Die Skiarenen von  Cortina, Arabba - Marmolada, San Pellegrino und Civetta werden von Tausenden Skibegeisterten aus der ganzen Welt besucht.