Mountain Bike - Andraz (Alleghe)

Schwierigkeitsgrad schwierig Länge44,47 km

Die Tour startet, mit der Seilbahnfahrt zum Col dei Baldi. Natürlich könnte man von Alleghe aus auf der schmalen Asphaltstraße zum Pian di Pezze und weiter auf steilem Schotter zum Col dei Baldi hinauf radeln. Aber das wäre so, als würde man als Skitourengeher auf der Piste unter der Seilbahn den Berg raufgehen. Macht irgendwie keinen Sinn. Von der Bergstation auf dem Col dei Baldi geht es ein kurzes Stück auf dem Schotterweg bergab, dann jedoch nach rechts an der Malga Vescova vorbei, kurz auf Asphalt und schließlich an der Malga Fontanafredda wieder hinauf zur Forcella Pecol. Ein bisschen Selber-Strampeln muss hier schon sein. Belohnung ist dann auch ein schöner und relativ leicht fahrbarer Trail hinunter nach Pescul.

Hier rollt man jetzt ein Stück weit auf der Straße bis nach Rova (man könnte hier auch die oberhalb gelegenen Schotterwege nehmen, aber das würde die Höhenmeter stark erhöhen, was bei dieser Tour nicht ratsam wäre), dann zweigt man rechts ab nach Zardin und nimmt den Schotterweg, der am Ru Ronc de Ciaval in die Straße zum Passo Giau mündet. Jetzt kommt eine ziemlich lange Auffahrt auf der Asphaltstraße durch etliche Serpentinen bis zum Rifugio Fedare. Natürlich wäre hier ein Schotterweg schöner, aber es gibt einfach keinen. Zwar verläuft parallel auf der linken Seite ein Pfad, aber der ist bergauf überwiegend unfahrbar. Außerdem fährt man auch als gestandener Mountainbiker bergauf ganz gerne mal auf Asphalt. Es ist leichter und geht schneller.

Am Rifugio Fedare kann man das erste Mal einkehren (Koch und Biker Ivan zaubert sehr schmackhafte Gerichte), bevor man mit dem etwas vorsintflutlichen Sessellift zum Rifugio Averau hinauf schwebt. Auch hier könnte man den groben Schotterweg unterhalb des Lifts bergauf fahren, aber dieser Weg ist echt mühsam, steil und sehr geröllig. Oben am Rifugio Averau sollte man unbedingt einkehren, denn einen schöneren Dolomitenblick als hier findet man selten: In Norden die Tofanen von Cortina, im Süden Civetta und Marmolada und seitlich die schroffen Wände von Averau und Nuvolau. Wer möchte, kann sein Bike hier übrigens eine halbe Stunde lang durch den Fels zum Rifugio Nuvolau hinauf schieben, denn dort ist der Ausblick noch besser. Wir haben das gemacht, weil wir hofften, dass man dann alles abfahren könne. Aber so richtig prickelnd ist die Abfahrt auf den groben und zerklüfteten Felsplatten nicht.

Vom Rifugio Averau geht es erst knapp 200 Meter auf der Skipiste Richtung Süden. Dann aufgepasst muss man nach rechts auf einen unscheinbaren Pfad abzweigen, der steil eine kurze Schotterrampe bergauf führt. Hier steht kein Schild, nur ein alter, verwitterter grüner Transalp-Pfeil auf einem Felsen erinnert daran, dass hier ehemals das Transalp Rennen entlang führte. Nach dem kurzen Anstieg erreicht man den durchweg fahrbaren Trail, der unter der Südwand des Averau entlangführt, steinig, aber mit mäßigem Gefälle, ein bisschen ausgesetzt zur linken Seite hin, aber vom Ausblick her ein einziger Genuss. Wer die Augen offen hält erspäht auf der rechten Seite im Sommer sogar vereinzelte Edelweiß, die zwischen den Felsbrocken wachsen. (Bitte nicht abpflücken).

An der Pfadgabelung Pre da Pontin zweigt man jetzt nach rechts ab und folgt der Beschilderung zum Castello di Andraz. Der Pfad führt leicht bergab und leicht fahrbar mit tollen Dolomitenblicken durch die Almwiesen, bis er im Wald etwas breiter wird und schließlich als eine Art Traktorweg in die Straße zum Passo Falzarego mündet. In einer rechts-links Kombination überquert man die Straße und folgt auf schmalem Asphaltweg den Schildern zum Castello di Andraz, das man kurz danach erreicht. Nach der Besichtigung geht es nun auf einem sehr schönen Trail weiter, der mehrfach die Straße kreuzt, bis man den Ort Andraz erreicht. Jetzt folgt man einer kupierten Schotterstraße im Wald bis zum Dörfchen Colac, von wo aus man ein Stück weit auf der Straße bergab Richtung Caprile gleitet. Oberhalb von Caprile geht es dann wieder auf einen Trail im Wald, der zur ehemaligen Grenze zwischen Italien und Österreich-Ungarn führt. Und von hier aus kehrt man nach Alleghe zurück.

  • Rastplätze: Rifugio Col dei Baldi – Hotel Nigritella – Rifugio Fedare – Rifugio Averau
  • 910 m Positiver Höhenunterschied
  • 2275 m Negativer Höhenunterschied
  • 49,9% Asphaltstrasse und Schotterstraße Beschaffenheit des Bodens
  • Alleghe Ausgangspunkt
  • Alleghe Ankunftspunkt