Castello di Andraz

Schwierigkeitsgrad schwierig Länge32,91 km

Supertour, Supertrails, Super-Panoramen und dazu noch ein bisschen Kultur. In diesen 33 Kilometern und knapp 1400 Höhenmetern zum Castello di Andraz ist alles drin. Was will man mehr? Das Castello di Andraz, ehemals Schloss Buchenstein, ist eine mittelalterliche Ruine knapp vor dem Passo Falzarego gelegen, die abenteuerlich auf einem steilen Felsen errichtet wurde. Das inzwischen restaurierte Gemäuer liegt an der historischen Strada de la Vena, dem Transportweg zwischen den Bergwerken im Cadore und dem südtiroler Brixen, wo man für die Eisenwaren, speziell Nägel, viele Abnehmer fand (siehe auch Tour Alleghe Strada de la Vena). Direkt unterhalb des Schlosses gab es ehemals einen Schmelzofen für das Eisen, das nach Norden transportiert wurde. Los gehts, wie bei allen Arabba-Touren, auf dem großen Seilbahn Parkplatz. Vor hier rollt man jetzt erst durchs Dorf und dann östlich Richtung Livinalongo. Auf der Straße geht es nun zügig etwa zwei Kilometer bergab (das hat man in fünf Minuten geschafft), bevor man im kleinen Ort Renaz nach links Richtung Cherz abbiegt. Der schmalen Straße folgt man nun bis hinauf in das Dörfchen, hinter dem die Schotterstraße beginnt, die einen nun zur Malga Cherz führt. Unmittelbar vor der Alm geht es dann auf einen Schotterweg, der erst bergauf, dann wieder bergab zum Dörfchen Contrin und weiter auf Asphalt nach Corte mit seiner alten österreichischen Festung, von der aus man die Civetta in ihrer vollen Breite sehen kann. Der jetzt folgende Weg, mit dem man die Asphaltstraße im Tal vermeidet, ist schon eine tolle Einstimmung auf den Rest der Tour: Ein Supertrail im Wald und auf den Wiesen, durchwegs fahrbar, bis man am Museo Ladin in Livinalongo die Hauptstraße erreicht. Dieser folgt man jetzt nur ganz kurz durch den Ort, bevor es auf der schmalen Nebenstraße wieder hinauf zum Dörfchen Agai radelt. Kurz vor den paar Häusern beginnt Schotter, dann geht es auf einem Waldweg immer recht gut ausgeschildert Richtung Castello di Andraz. Leider bleibt der Weg hier nicht durchweg fahrbar, nach einer Bachquerung wird er so steil, dass er auch ganz starke Fahrer aus dem Sattel zwingen wird. Die Schiebepassage geht über etwa 120 Höhenmeter, bevor man sich wieder in den Sattel schwingen kann und dem Pfad erst ein kleines Stück weiter bergauf, dann aber im Wald bergab zum Castello di Andraz, das plötzlich vor einem steht. Nach dem Besuch der Ruine folgt nun der spannendste Teil der Tour, der alte Pfad, der die Burg mit dem unterhalb liegenden Dorf Andraz verbunden hat. Dieser Trail ist anspruchsvoll, aber immer perfekt fahrbar. Er kreuzt die Straße zum Falzarego mehrfach, so dass man immer mal wieder auf den Verkehr aufpassen muss und vor allem nicht die oft versteckten Abzweige in den Trail verpassen darf (Bike GPS RichTracks helfen hier sehr). Kurz vor dem Dorf Andraz erreicht man einen Schotterweg, dem man stets bergab folgt, bis man wieder auf einen einsamen Waldpfad abzweigt, der sehr nett zu fahren - ins Tal nach Pian de Salesei führt. Von dem großen Kriegerfriedhof, an dem man hier vorbei rollt, geht es nun auf einer kleinen Nebenstraße wieder bergauf Richtung Arabba. Nach einem knackig steilen Asphaltstück erreicht man beim Ort Ruaz die Hauptstraße, auf der man jetzt die letzten vier Kilometer zum Ziel radelt ein letzter Pulswärmer, bevor man den Tag bei einem großen Bier auf der Terrasse des Sporthotels Arabba ausklingen lässt.

 

Warnung: Wir empfehlen ihnen eine karte benützen
Zusätzliche Hinweise: Wir empfehlen ihnen eine karte benützen
  • Schotterstrasse und Asphaltstrasse Beschaffenheit des Bodens
  • Arabba Ausgangspunkt
  • Arabba Ankunftspunkt