Mountain Bike - Civetta Superbike 1

Schwierigkeitsgrad schwierig Länge37,32 km

Civetta Superbike, der klassische Mountainbike Marathon im südlichen Dolomitengebiet, existiert jetzt schon sein über zehn Jahren und erfreut sich größter Beliebtheit. Zwischen 800 und 1000 Teilnehmer gehen jedes Jahr an den Start, 70 Prozent auf dieser kleineren Runde, etwa 30 Prozent auf der langen Runde, die wir in Tour 20 vorstellen. Es ist natürlich klar, dass ein Marathon keine Seilbahnen benutzt, deshalb fahren die Marathon Teilnehmer zur Forcella Alleghe mit Muskelkraft hinauf wie bei Tour 11. Von Alleghe strampelt man hier also auf der schmalen Asphaltstraße, dem Zubringer zur Mittelstation am Pian di Pezze hinauf, wobei man immer wieder schöne Ausblicke in die Felswand der Civetta und auf den See von Alleghe hat. Vom Pian di Pezze geht es dann auf Schotter weiter, erst gemäßigt steil, später teilweise sehr steil immer an der Nordflanke der mächtige Civetta entlang bis zur Forcella Alleghe. Hier eröffnet sich ein weiterer fantastischer Blick in die östlich gelegenen Dolomiti Bellunesi und zum Monte Pelmo.

Von der Forcella Alleghe rauscht man auf dem relativ flachen Schotterweg nach Palafavera hinunter. In Palafavera kann man in einer Bar an der Skiliftstation einen Cappuccino schlürfen (natürlich nicht im Rennen), bevor man sich auf einen weiteren Teil der anspruchsvollen Strecke des Civetta Superbike Marathon macht. Es ist ein anfangs flach ansteigender, einsamer Wiesenweg zur Malga Vescova, der nur einmal in der Mitte nach einer Bachquerung eine ganz kurze Schiebepassage aufweist. Dann geht es wieder auf einem etwas breiteren Trail relativ flach weiter.

Kurz vor der Malga Vescova erreicht man den schmalen Asphaltweg, dem man nach rechts folgt und schließlich an der Malga Fontanafredda wieder hinauf zur Forcella Pecol. Belohnung ist dann auch ein schöner und relativ leicht fahrbarer Trail hinunter nach Pescul. Hier nimmt man im Civetta Superbike Marathon jetzt natürlich wieder nicht den Sessellift wie bei Tour 09, dem Gravity Marathon, sondern den parallel verlaufenden Schotterweg, der in mäßiger Steigung und einigen Serpentinen zum Rifugio Fertazza hinauf führt. Von hier aus geht die Strecke dann kurz steil auf Schotter bergauf, um dann an der Costa del Conte auf einen Wiesenweg abzuzweigen, der locker fahrbar zum Sessellift Col Fioret hinunter zu gleiten, bevor man den Einstieg in die Trails und damit den schönsten Teil der Strecke des Civetta Superbike Marathons und der Bike Transalp erreicht: Erst gleitet man auf schmalem Trail am dem Skipisten entlang und dann geht es in den Wald zu Anfang ziemlich steil und ruppig über felsige Passagen bergab, eine Herausforderung an gute Fahrtechnik, später eher leicht bergab und auf einem Waldweg mit Flow. Spaß pur. Später ändert sich der Charakter des Trails wieder, es geht auf einer abschüssigen Wiese nach Fernazza, einem kleinen, fast verfallenen Dörfchen mit Superblick auf die Civetta und über den See von Alleghe.

Das ist aber längst nicht alles: Der Trail, jetzt etwas breiter, führt weiter bergab zum kleinen Ort Coi, wo man kurz der schmalen Zufahrtsstraße zur Mittelstation weiter bergab folgt. Schon nach wenigen hundert Metern, am Ende der Leitplanke auf der linken Seite biegt man nach links ab und folgt einem weiteren, traumhaften Trail, der die Teilnehmer der Transalp ehemals in echtes Entzücken versetzt hat. Ein schmaler Hohlweg auf glattem Waldboden führt bis Coldemies, dann folgt eine etwas steilere, steinigere Passage und schließlich rollt man fast über die Terrassen der Bauernhäuser immer weiter auf dem Trail bis ins Ortszentrum von Alleghe. Begeisterung kommt auf, bevor man den Bikers Point am Hotel Alleghe erreicht, wo man prächtig einkehren kann.

Mit zwar nur 37,31 Kilometern, aber 1820 Höhenmetern gehört auch die kleine Runde des Civetta Superbike zu den ziemlich schweren Touren, nicht nur konditionell, sondern auch fahrtechnisch ein echter Marathon eben.

  • Rastplätze: Baita Scoiattolo, Ristoro Fontanabona, Rifugio Aquileia, Rifugio Fertazza
  • Varianten: Sie können auch von Selva di Cadore und Val di Zoldo starten
Warnung: CAI references: 561 – 568 – 569
Zusätzliche Hinweise: CAI references: 561 – 568 – 569
  • 1820 m Positiver Höhenunterschied
  • 1820 m Negativer Höhenunterschied
  • 28,2% Asphaltstrasse und Schotterstraße Beschaffenheit des Bodens
  • Alleghe Ausgangspunkt
  • Alleghe Ankunftspunkt