Mountain Bike - Civetta Superbike 2

Schwierigkeitsgrad sehr schwierig Länge75,20 km

Wer sich richtig verausgaben möchte, nimmt sich die große Runde des Civetta Superbike vor, die schwerste Tour in der Region Alleghe: 75 Kilometer und 3700 Höhenmeter wer das schafft, darf sich getrost zu den Bike-Helden zählen. Von Alleghe strampelt man hier also auf der schmalen Asphaltstraße, dem Zubringer zur Mittelstation am Pian di Pezze hinauf, wobei man immer wieder schöne Ausblicke in die Felswand der Civetta und auf den See von Alleghe hat. Vom Pian di Pezze geht es dann auf Schotter weiter, erst gemäßigt steil, später teilweise sehr steil immer an der Nordflanke der mächtige Civetta entlang bis zur Forcella Alleghe. Hier eröffnet sich ein weiterer fantastischer Blick in die östlich gelegenen Dolomiti Bellunesi und zum Monte Pelmo.

Von der Forcella Alleghe rauscht man auf dem relativ flachen Schotterweg Richtung Palafavera, doch schon nach kurzem zweigt man auf einen unscheinbaren Wiesentrail ab. Dieser Trail hinunter zum kleinen Ort Pecol Vecchio führt meist durch lichten Baumbestand, ist nie zu steil und wirklich schön zu fahren. Unten erreicht man einen Schotterweg, der in mäßiger Steigung (mit wenigen steileren Rampen) später an der Skipiste entlang zum Rifugio Pian del Crep hinauf führt, wo man gut einkehren kann.

Hinter dem Rifugio geht es dann in der Direttissima auf einem steilen Schotterweg auf der Skipiste bergab, bis man am Waldrand einen weiteren Traumtrail erreicht, der nun gut fahrbar bis zum kleinen Ort Mareson hinunter führt. Nach einer Schleife im Tal, die wieder nach Mareson führt, kommt der dritte Anstieg auf einer schmalen Asphaltstraße hinauf zum Dörfchen Coi unterhalb des mächtigen Monte Pelmo gelegen. Dann geht es wieder auf Schotter, erst steil bergauf, dann maßvoll, bis man unterhalb des Pelmo einen Trail erreicht, der beste Fahrtechnik erfordert. Steinig und ruppig, aber mit nur wenigen Kurven führt er zum Campingplatz Palafavera hinunter, wo man ein weiteres Mal einkehren kann. Nach Querung der Staulanza-Passstraße geht es wieder auf einen Teil der Strecke des Civetta Superbike Marathon. Es ist ein anfangs flach ansteigender, einsamer Wiesenweg Zur Malga Vescova, der nur einmal in der Mitte nach einer Bachquerung eine ganz kurze Schiebepassage aufweist. Dann geht es wieder auf einem etwas breiteren Trail relativ flach weiter, bis man die schmale Asphaltstraße in der Nähe der Malga Vescova erreicht. Dieser folgt man kurz nach rechts bergab, fährt wieder bergauf zur Forcella Pecol und wieder auf schönem, gut fahrbaren Trail bergab ins Val Fiorentina. Hier folgt man der Straße ein kurzes Stück Richtung Passo Staulanza, bevor man zum Rifugio Aquileia abzweigt.

Das Rifugio Aquileia ist ein nettes Restaurant im Val Fiorentina mit fantastischem Blick auf den Monte Pelmo Einkehren lohnt sich also, obwohl der schwierigere Teil der Tour erst noch bevorsteht. Vom Rifugio geht es erst auf einem Waldtrail leicht bergab, bevor man nahe der Straße auf einen anfangs sehr steilen Schotterweg abzweigt, der später in Asphalt übergeht. Man erklimmt hier knapp 300 Höhenmeter bis zu einer Bachbrücke unterhalb des Monte Mondeval, bevor man wieder mit Full Speed auf dem Asphaltweg zum kleinen Ort Toffol hinunter rauscht. Hier beginnt jetzt ein echt knackiger Anstieg, ein echter Lenkerbeißer, erst kurz auf Asphalt, später auf Schotter, bevor man fast ebenso steil wieder abfährt zum kleinen Ort Zardin. Natürlich könnte man hier auch parallel auf der flachen Straße fahren, aber das wäre natürlich weniger spannend und auch der Kondition weniger zuträglich.

Von Zardin folgt man jetzt einem Schotterweg, der leicht bergauf zur Straße des Passo Giau führt, der man nun ein kleines Stück bergab folgt um dann zum Örtchen mit dem schönen Namen Posalz abzuzweigen. Hier beginnt nun ein Waldweg, der erst ziemlich steil bergauf, später eher flach um den Bergrücken herum zum Dörfchen Canazei führt (nicht zu verwechseln mit Canazei im Fassatal). Hat man dieses Stakkato an zum Teil sehr steilen Aufs und Abs hinter sich, kommt ein etwas weniger anstrengender Teil dieses Marathons: Erst ist es dieser wunderschöne Trail hinunter nach Colle Santa Lucia (siehe auch Tour 14 Strada de la Vena) und dann folgt man ein ganzes Stück weit der Asphaltstraße, erst nach Selva di Cadore und schließlich nach Pescul.

Hier nimmt man im Civetta Superbike Marathon genau wie bei der kleinen Runde (Tour 19) jetzt natürlich wieder nicht den Sessellift wie bei Tour 09, dem Gravity Marathon, sondern den parallel verlaufenden Schotterweg, der in mäßiger Steigung und einigen Serpentinen zum Rifugio Fertazza hinauf führt. Von hier aus geht die Strecke dann kurz steil auf Schotter bergauf, um dann an der Costa del Conte auf einen Wiesenweg abzuzweigen, der locker fahrbar zum Sessellift Col Fioret hinunter zu gleiten, bevor man den Einstieg in die Trails und damit den schönsten Teil der Strecke des Civetta Superbike Marathons und der Bike Transalp erreicht: Erst gleitet man auf schmalem Trail am dem Skipisten entlang und dann geht es in den Wald zu Anfang ziemlich steil und ruppig über felsige Passagen bergab, eine Herausforderung an gute Fahrtechnik, später eher leicht bergab und auf einem Waldweg mit Flow. Spaß pur. Später ändert sich der Charakter des Trails wieder, es geht auf einer abschüssigen Wiese nach Fernazza, einem kleinen, fast verfallenen Dörfchen mit Superblick auf die Civetta und über den See von Alleghe.

Das ist aber längst nicht alles: Der Trail, jetzt etwas breiter, führt weiter bergab zum kleinen Ort Coi, wo man kurz der schmalen Zufahrtsstraße zur Mittelstation weiter bergab folgt. Schon nach wenigen hundert Metern, am Ende der Leitplanke auf der linken Seite biegt man nach links ab und folgt einem weiteren, traumhaften Trail, der die Teilnehmer der Transalp ehemals in echtes Entzücken versetzt hat. Ein schmaler Hohlweg auf glattem Waldboden führt bis Coldemies, dann folgt eine etwas steilere, steinigere Passage und schließlich rollt man fast über die Terrassen der Bauernhäuser immer weiter auf dem Trail bis ins Ortszentrum von Alleghe. Begeisterung kommt auf, bevor man den Bikers Point am Hotel Alleghe erreicht, wo man prächtig einkehren kann.

  • Rastplätze: Baita Scoiattolo – Ristoro Fontanabona – Rifugio Aquileia - Rifugio Fedare
Warnung: CAI references: 561 - 568 - 569
Zusätzliche Hinweise: CAI references: 561 - 568 - 569
  • 3705 m Positiver Höhenunterschied
  • 36% Asphaltstrasse und Schotterstraße Beschaffenheit des Bodens
  • Alleghe Ausgangspunkt
  • Alleghe Ankunftspunkt