Auf der straße des heus

Schwierigkeitsgrad Leicht Länge3.480 m Zeitbedarf1 Stunde und 15 min.

Gemütlicher, völlig unkomplizierter Spaziergang beinahe ohne Höhenunterschied – ideal auch für Familien mit Kindern im Buggy. Der Weg, der in Dorfnähe entlangführt, bietet interessante Einblicke in die Natur und einen schönen Blick auf den mächtigen Monte Pelmo. Start ist in Pecol auf dem großen Parkplatz vor der Crèp-Kabinenbahn. Es geht zunächst nach Süden, unter den Garagen und Lagerräumen der Seilbahngesellschaft von Val di Zoldo hindurch; dort beginnt ein breiter Weg. Dieser kreuzt nach wenigen Schritten den Schirata-Forstweg, der zum Wildbach Maè hinabführt und ihn dann auf seinem rechten Ufer flankiert (an der Weggabelung aufpassen und nach links zum Talgrund wandern; nicht auf Weg Nr. 585 weitergehen!).

Auf diesem Weg wandert man rechts an den schönen, alten Häusern und dem Heustadel von De la de L’Aiva vorbei (die Straße links führt in das Dorf Maresòn auf 1334 m, über das sich der charakteristische Zwiebel-Kirchturm von S. Valentino erhebt). Weiter geht es auf der Schotterstraße bis zur Ortschaft Palma (1300 m, ca. 30 Min.). Dort warten auf Wanderer ein Restaurant/ Pizzeria und ein Kinderspielplatz in einer weiten Wiesenmulde neben der Talstation eines Skilifts von Ski Civetta. Um nach Pecol zurückzuwandern, folgt man ein kurzes Stück lang der Straße nach Pianaz (die SR 251).

Gleich hinter der Brücke über den Maè biegt man links in den Weg ein, der am linken Ufer des Flüsschens entlangführt und das Dorf Mareson streift. Erst auf dem Feldweg, dann auf der Gemeindestraße geht es bis in die Ortschaft Grava weiter, in der ein altes, stillgelegtes Sägewerk und ein alter, wieder hergerichteter Kalkofen zu sehen sind; in letzterem wurde früher der Kalk gebrannt, der für den Bau der Häuser von Mareson und Pecol benötigt wurde. Hier nun links (nach Westen) abbiegen, das Flüsschen Rio Canèdo und den Wildbach Maè überqueren und den Weg zur Kabinenbahn wieder hochgehen (1 Stunde 15 Min.).

Mareson: Kirche von San Valentino

Die Kirche von S. Valentino liegt an der Hauptstraße von Mareson, ist aber dank ihres typischen und für das Zoldo-Gebiet völlig unüblichen Zwiebelturms (der im Jahr 1765 erbaut wurde) schon aus der Ferne gut zu sehen. Der Zwiebelturm verrät den Einfluss des Architekten Juvarra, der den Kirchturm des Doms von Belluno erbaut hat. Die Kirche wurde im 15. Jh. geweiht und über einer früheren Kapelle errichtet, die vermutlich dem Heiligen Christophorus geweiht war. Das Gewölbe des einschiffigen Innenraums ist zum Teil mit Tempera ausgemalt; die beiden Seitenkapellen sind dem Heiligen Andreas und dem Heiligen Kreuz geweiht. In letzterer ist ein Holzaltar von Andrea Brustolon zu sehen.

Der Erdrutsch vom Monte Pelmo

Geologisch ist erwiesen, dass die Ebene, auf der heute Pecol und Mareson stehen, einst ein See gewesen ist, der bei einem Erdrutsch vom Monte Pelmo entstanden ist. Später füllte sich der See mit Geröll, das heute mit Vegetation überwachsen ist. Doch die zahlreichen großen Felsbrocken verweisen noch heute auf die entsprechenden Stellen (Sass del Segnàl, Pièra del Bosch etc.). Eine interessante Legende erzählt, wie es zu dem Erdrutsch kam: Vor langer Zeit einmal war der Pelf (wie der Berg genannt wurde) von dichter Vegetation bedeckt; es gab zahlreiche Weiden und Käsereien im Kar. Doch nach einem erlittenen Unrecht riss sich der Pelf eines Tages diesen grünen Mantel ab und schleuderte ihn in den Talgrund, wo er den Lauf des Flüsschens Maè aufstaute, bis sich der See bildete.

  • Ausrüstung: Kinderwagen
  • Rastplätze: Mareson, Pecol, Palma
  • Civetta Dolomitengruppe
  • 1.381 m Höhe
  • 78 m Höhenunterschied
  • Straße und schotterweg Beschaffenheit des Bodens
  • Pecol piazzale cabinovia 1.381 m - skigebiet Ausgangspunkt
  • Rundweg Ankunftspunkt
  • Frühling, Sommer, Herbst Empfohlener Zeitraum
  • Medien Beliebtheit