Der hundertjahrige Wald

Länge4.350 m Zeitbedarf1 Stunde und 30 min

Leichte, nahezu ebene Wanderung auf einem schönen Waldweg am Fuße des Col de Salèra (Monte Punta), mit Panorama-Ausblicken auf Mezzodì, Tamer–S. Sebastiano und Moiazza. Sehr interessant sind die Dörfer Astragal und Villa. Eine steile Straße führt nach Astragal, das in einer beneidenswerten Aussichtsposition am Südhang des Monte Punta liegt. Am Dorfplatz liegen das den Heiligen Fabian und Sebastian gewidmete Kirchlein sowie ein altes Herrschaftshaus. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Geburtshaus von Valentino Panciera Besarel, dem berühmten Bildhauer von Zoldo, und gegenüber das Haus mit botanischem Garten, das einst der Familie Angelini gehörte, der die erste systematische Beschreibung der Berge von Zoldo zu verdanken ist. Vom Dorfplatz geht es weiter nach Col, im hinteren Dorfteil, wo man auf der Höhe einer Rechtskurve den nahezu ebenen Schotterweg einschlägt, der in Richtung Westen in einen Mischwald führt. Die Straße wird vom Gaf de Malvarè unterbrochen, einem Flüsschen, das sich hier als eindrucksvolle Klamm in den Boden gegraben hat. Doch keine Sorge: Auf einem breiten, gut angelegten Wanderweg überwindet man dieses Hindernis problemlos, und über das Flüsschen selbst führt eine stabile kleine Brücke. Auf einem kurzen, steilen Abstieg kommt man in Pratoran mit dem isoliert liegenden Haus De Fanti vorbei, wo man sich an einem Brunnen erfrischen kann. Danach geht es wieder bergauf nach Villa (1014 m, 40 min.).

Auf dem Dorfplatz mit seinen alten Häusern und dem Kirchlein kann man den Blick auf Mezzodì und auf das Goima-Tal genießen. Schön ist auch der “Brent Grant”, ein großer, alter Brunnen neben dem Platz. Bevor es nach Astragal zurückgeht, kann man in einer Viertelstunde auf der Gemeindestraße nach Dont (926 m) absteigen. Das Dorf liegt am Eingang des Duram-Tals und war einst bekannt als Ort, in dem Eisen geschmolzen und verarbeitet wurde. Es gab viele Schmelzöfen und auf dem Monte Canazé befanden sich die Eisen- und Bleiminen. In Dont kann man die Kirche der Heiligen Katherina mit Werken von Brustolon und Besarel besichtigen und in der Bar Pelmo, die in der Nähe des Spielplatzes liegt, ein echtes hausgemachtes Eis nach zoldanischem Rezept probieren. Als Alternative für den Rückweg nach Astragal empfiehlt sich der Weg, der vom Dorfplatz von Villa über die Via Nosgièda hochführt und das neuere Villa dei De Rocco durchquert. Hier startet ein steiler Weg, der erst zu einem Hydranten und von dort als bequemer Wanderpfad bis zum Forstweg führt, auf dem es dann zum Col de Salera zurückgeht

Valentino Panciera Besarel

Valentino Panciera Besarel wurde 1829 in Astragal in eine Familie von Malern und Schreinern geboren (der Großvater hatte für die Grafen von Collalto gearbeitet; der Vater schuf die Madonna del Caravaggio in der Kirche von Astragal sowie den Hochaltar und die Statue der Madonna della Salute in der Pfarrkirche von Dont). Besarel brachte es in Venedig zu Ruhm, wo er eine Werkstatt in San Barnaba eröffnete. Seine Arbeiten wurden auch auf den Weltausstellungen von Wien 1873 und Paris 1878 prämiert. Heute finden sich seine Werke in praktisch allen Kirchen des Zoldotals, in Cadore, Agordo und im Bellunatal; eine seiner schönsten, in Pieve di Zoldo zu sehenden Arbeiten ist der Altar der Madonna des Rosenkranzes in der Kirche S. Floriano. Besarel starb im Jahr 1902 in Venedig.

  • 1.054 m Höhe
  • 85 m Höhenunterschied
  • Astragal 969 m - Villa 1014 m Ausgangspunkt
  • Astragal 969 m - Villa 1014 m Ankunftspunkt