Wanderung Giro dei Mas

Schwierigkeitsgrad Leicht Länge5.460 m Zeitbedarf2 h

Diese Wanderung bietet neben historisch Interessantem (wie der Kirche S. Giuseppe und Lorenzo in Brusadaz und dem Bortolotti-Haus in Costa) weite Ausblicke auf das untere Zoldotal und auf Szenen bäuerlichen Lebens, wie z.B. in Pra Grant, wo man an weidenden Kühen vorbeikommt. Mit etwas Glück sieht man zwischen Mas di Sabe und Iral Hirsche und Rehe, die hier regelmäßig äsen. Von der Landstraße 251 im Ort Rutorbol, der etwas unterhalb von Fusine liegt, biegt man in das schmale (asphaltierte) Gemeindesträßchen ein, das in Richtung Norden nach Brusadaz hin ansteigt, und wandert mit dem Monte Pelmo im Hintergrund über weite Wiesen (Pra Grant). Nach etwas über einer halben Stunde erreicht man das Dorf Brusadaz (1380 m), das in einer Talmulde unterhalb des Sass de Formedal liegt. Das Dorf ist für seine guten Schreiner und für seine hervorragend erhaltenen Tabià bekannt; außerdem besitzt es eine hübsche kleine Kirche aus dem Jahr 1693, die den Heiligen Josef und Lorenz geweiht ist. In der Dorfmitte teilt sich die Straße. Links geht es westwärts nach Coi hinauf; rechts führt die Straße in Richtung Osten nach Costa.

Die Wanderung führt nach rechts in das nahe gelegene Örtchen Costa (1425 m), dessen aufgereihte Häuser in sonniger Lage auf den Hängen von La Vizza liegen, der sich zwischen dem Col Grant und dem Col Nero befindet. Zu sehen gibt es ein entzückendes Kirchlein aus dem Jahr 1929, das an der Stelle eines älteren, der Jungfrau Maria geweihten Sakralbaus errichtet wurde. Typisch für die Gegend ist das aus dem 18. Jh. stammende Haus der Familie Bortolotti, die einst berühmte Orgelbauer waren. Nach 15 Minuten auf einem Forstweg erreicht man einen Aussichtspunkt (1472 m), von dem sich der Blick auf die breite Gebirgskette genießen lässt, die das Val di Zoldo im Süden abschließt (von links: Sfornioi - Bosconero - Serra-Mezzodì - Tamer - S.Sebastiano und schließlich Moiazza-Civetta).

Hier liegt auch ein altes und charakteristisches Tabià, Mas de Sabe genannt, das aus dem 16.Jh. stammt und einst zum Bauernhof von Sabe gehörte. In den Dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war dieses Tabià auch ein Treffpunkt der Jugend aus dem ganzen Tal, die hier beliebte Tanzfeste feierte. Von hier aus geht es nun auf einem schmalen Pfad, der nach Iral führt, langsam talwärts nach Südwesten. Der Weg führt in der Nähe der Rotonda de le Dame (“Rondell der Damen”) mit Überresten eines befestigten Dorfs aus dem Mittelalter vorbei; dann geht es über die steilen Abhänge von Zaccagnin bis nach Iral (1260 m; 30 Minuten; mehrere alte Tabià). Von hier steigt man auf der Gemeindestraße nach Rutorbol ab.

Die Tabià von Zoldo

Die Tabià (Scheunen mit Heuboden) sind das typischste Element der Architektur des Zoldotals. Die ältesten Exemplare gehen auf das 14./15. Jh. zurück, als Wohnhaus, Heuboden und Stall noch ein einziges Gebäude bildeten. Ab dem 16. Jh. begann man, Stall und Heuboden vom Wohnhaus zu trennen, um die Brandgefahr zu reduzieren: Im gemauerten Erdgeschoss befand sich der Stall; darüber der aus Lärchenholz gezimmerte Heuboden. Heute haben viele dieser Tabià ihre ursprüngliche landwirtschaftliche Funktion verloren und wurden – vor allem im oberen Val di Zoldo – in anspruchsvolle Wohnhäuser verwandelt. Die äußere Struktur blieb dabei jedoch erhalten.

 

  • Rastplätze: Iral, Brusadaz
  • Pelmo Dolomitengruppe
  • 1472 m Höhe
  • 302 m Höhenunterschied
  • Weg, Schotterweg, straße Beschaffenheit des Bodens
  • Rutorbol - 1170 m (Fusine) Ausgangspunkt
  • Rundweg Ankunftspunkt
  • Frühling, Sommer, Herbst Empfohlener Zeitraum
  • Hoch (Sommer) Beliebtheit