Wasser klar frisch und süß

Schwierigkeitsgrad Leicht Länge4540 m Zeitbedarf1 Stunde und 45 min.

Dieser besonders hübsche Spaziergang verläuft auf bequemen Sträßchen und ohne größere Höhenunterschiede. Auf der Höhe von Pian de la Tàie geht es über das Flüsschen Prampèra und dann weiter nach Castelaz, ein bei Familien aus Forno seit langem beliebter Ort, die ihre Kinder hier mit Wasser und Sand spielen lassen. Im Zentrum von Forno di Zoldo (840 m) überquert man die Brücke über das Flüsschen Maè und wandert weiter in Richtung Baron. Es geht über den Wildbach Prampèra, an dem einst viele der Gießereien angesiedelt waren, die in den vergangenen Jahrhunderte Nägel und Werkzeug herstellten (die letzten wurden von der Überschwemmung von 1966 zerstört) und weiter bis zum Ortsteil Baràt (863 m). Auf einem alten Herrenhaus stehen gut sichtbar Via Baròn (links) und Via Prampèr (rechts) angeschrieben. Die Wanderung führt auf der Via Prampèr leicht bergauf durch den schönen Tannen- und Buchenwald der Cesùre und dann an einem alten Gebäude vorbei (Tabià und Wohnhaus).

Im Ortsteil Faìn hält man sich geradeaus (links ist ein Sträßchen zu sehen, das aus Baròn kommt). Ein Stückchen weiter stößt man etwa auf der Höhe von Aiva Picola, wo die Straße ein wenig steiler wird, rechts neben einem eingezäunten Wassersammelbecken auf eine Quelle, aus der wunderbar frisches Wasser sprudelt. Noch ein Stückchen weiter – der Weg führt jetzt wieder eben dahin – überquert man den Prampèra auf einem hübschen Holzbrückchen, geht dann geradeaus weiter, an Trockenmauern und der Käserei von Cini vorbei (inzwischen von privat umgebaut) und erreicht schließlich den Ort Castelaz (997 m, ca. 30 Min.), der an der Gemeindestraße liegt, die sich von Forno in das Prampèr-Tal hochschlängelt (eine Schotterstraße führt weiter bergwärts zur gleichnamigen Hütte im Nationalpark der Dolomiten von Belluno). Der Ortsname ist wohl auf ein altes Schloss zurückzuführen, das es hier einmal gegeben haben soll und auf dem die Sage der „Damen von Castelàz” basiert, von dem aber keinerlei Spuren zu finden sind – nicht einmal in Urkunden. Im Sommer sieht man hier häufig Gruppen von Kindern, die im Wasser plantschen, während ihre Eltern in der Sonne liegen. Der Blick öffnet sich im Süden auf die Cime di Prampèr, während im Norden das Massiv des Monte Pelmo aus der Vegetation aufragt. Für den Rückweg kann man die ebenso bequeme Straße des Prampèr-Tals einschlagen, die am Biotop von Pra Torònt entlangführt und zwei mögliche

Varianten bietet: 1) Man läuft auf der Straße bis zur Trasse einer Langlaufloipe zur Rechten. Auf dieser wandert man bis zu einer eindeutigen Linkskurve weiter, an der (ein roter Stoffstreifen an einer Tanne markiert die Stelle) ein Weg abzweigt, der nach Forno bzw. in dessen Ortsteil Borgo Rocchette führt. Dort überquert man den Maè und erreicht den Startpunkt. (Dieser Weg verläuft zunächst eben, wird jedoch in der zweiten Hälfte sehr steil); 2) Man folgt der Straße ganz und biegt in der zweiten Haarnadelkurve (Ortsteil Borgo Europa) in die Straße ein, die zur Kirche S. Antonio von Forno hinabführt (würde man die Straße dagegen bergauf gehen, käme man nach Pralongo). Für beide Alternativen benötigt man eine gute halbe Stunde.

Die Kirche S. Antonio

Die in der ersten Hälfte des 15. Jh. erbaute Pfarrkirche von Forno wurde 1619 erweitert und von der „Bruderschaft der Geschlagenen“ geleitet, bis Napoleon 1806 die Auflösung aller religiösen Gemeinschaften anordnete. Auf der Kirchenfassade lässt sich unter der Rosette die Madonna dei Battuti (die Jungfrau der Geschlagenen) mehr erahnen als erkennen. Über der Rosette ist die Jungfrau dargestellt, wie sie den mit der traditionellen weißen Haube bekleideten „Geschlagenen“ die Schutzherrschaft gewährt. Im Kircheninneren gibt es auf einem dem Hl. Antonius gewidmeten Nebenaltar ein Bild zu sehen, das den Heiligen bei der Anbetung des Jesuskindes zeigt. Im Hintergrund erkennt man die Kirche S. Floriano, den Kirchplatz mit dem Pfarrhaus und das Haus des Kaplans der „Bruderschaft der Geschlagenen“, während sich eine Prozession weiß gekleideter „Geschlagener” mit Kapuze und mit Kerzen in der Hand der Kirche nähert.

  • Rastplätze: Forno di Zoldo, Pralongo
  • Varianten: Malga Pramper (1 stunde von Pian dela Fopa) Rifugio Sora Al Sas (2 Stunde von Pian dela Fopa)
  • 997 m Höhe
  • 157 m Höhenunterschied
  • Straße, weg, schotterweg Beschaffenheit des Bodens
  • Forno di Zoldo (840 m) Ausgangspunkt
  • Forno di Zoldo (840 m) Ankunftspunkt
  • Sommer Empfohlener Zeitraum
  • Medien Beliebtheit