Val di Zoldo

Der atemhauch der Dolomiten Unesco

Val di Zoldo und die Dolomiten Unesco

 

Aufgrund ihrer geologischen und landschaftlichen Schönheit zählt das Val di Zoldo zu den wichtigsten Gebieten der Dolomiten UNESCO-Weltkulturerbe. Versetzt in eine ferne Zeit glaubt sich der Wanderer durch das Gestein des umstehenden Gebirge, das ihn auf einer 150 Millionen Jahren langen Reise begleitet. Dieses erstaunliche geologische Erbe hat das Rückgrat der aktuellen Landschaft geschaffen.

Das Zoldo-Tal liegt zwischen dem UNESCO-System No. 1 (Monte Pelmo - Croda da Lago) und der Unesco No. 3-System (Pale di San Martino, San Lucano, Dolomiten Belluno, Vette Feltrine).

Der Monte Civetta

Der Monte Civetta bildet die Grenze zwischen dem Val Zoldana und der Region Agordino und ist die herrliche Kulisse der Ortschaft Alleghe. Am Nordwesthang des Monte Civetta sieht man eine mächtige, 1200 m hohe Steilwand. Sie ist etwa 4 km breit und zieht sich vom Cima Su Alto bis zum Torre Coldai hin. Unter den Alpinisten kennt man sie auch als „die Wand der Wände“, und mit den vielen Steigen ist sie heute ein Paradies für Sportkletterer. Um nur einige dieser Steige zu nennen: der Solleder-Lettembauer-Steig, der Philipp-Flamm-Steig, die Steige Aste und Andrich auf den Punta Civetta, der Carlesso-Steig auf den Torre di Valgrande, der Bellenzier-Steig auf den Torre d'Alleghe und viele andere sehr anspruchsvolle Klettersteige. Auf den weniger steilen Hängen im Zoldo Tal steht die Torrani Hütte. Zu diesem Schutzhaus gelangt man von NO über den Alleghesi-Steig, von S über den Tissi-Steig und von O über den einfacheren "Via Normale". Im Norden der Gruppe kommt man am Monte Coldai zur Sonino al Coldai - Hütte, und auf dem Hang Richtung Alleghese zur zentral gelegenen Tissi Hütte. 

 

Der Monte Pelmo

Der Monte Pelmo ist 3.169 m hoch und bildet die Grenze zwischen den Regionen Val di Zoldo und Valle del Boite. Der Berg hat eine sehr ungewöhnliche Form mit zwei Hauptgipfeln; einer ist der Pelmo im Norden, und der zweite ist der südlich gelegene Pelmetto (2.990 m). Ein anderes Merkmal ist das große Gletscherkar im Osten, durch das der Berg einem riesigen Stuhl ähnelt – und von den Einheimischen deshalb "el Caregon del Padreterno" (Gottes Thron) genannt wird. Am Fuß des Monte Pelmo stehen drei Schutzhäuser: die Hütte “Venezia-Alba Maria De Luca” (1.947 m; im O); die Città del Fiume – Hütte (1.918 m; im NW) und die Staulanza Hütte (1.766 m; im W). Der Pelmo ist auch aus paläontologischer Sicht interessant: unweit der Staulanza Hütte kommt man auf 2.050 m zu einem Felsen, auf dem man die Fußabdrücke von Dinosauriern entdeckt hat.